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> Ich habe eine Frage zur Variante B der dritten Aufgabe aus der 2. Runde des BWINF:
> Im klassischen Schach gibt es die 50-Züge-Regel, welche besagt, dass eine Partie
> nach 50 Zügen ohne Schlag- und Bauernzüge Remis endet. Soll diese hier auch
> beachtet werden oder sollen auch längere Varianten berücksichtigt werden?
In dieser Aufgabe findet die 50-Züge-Regel keine Anwendung.
Wie viele (und welche) gegnerischen Figuren muss das Wildschwein in Variante A schlagen, um zu gewinnen?
Ich lese Regel 5 "Wenn ein Spieler seine Figur auf ein Feld setzt, auf dem bereits eine gegnerische Figur
steht, hat er die gegnerische Figur gefangen und das Spiel gewonnen." so, dass das Wildschwein nur eine Figur schlagen muss, um zu gewinnen.
Also soll nur geschaut werden, ob Matt möglich ist ohne vorher patt zu setzen.
Was ist mit den anderen Fragen? Tut mir leid, dass es so viele auf einmal sind
Danke
Tut mir leid, wenn ich nerve, aber:
Was ist mit den anderen Fragen?
Vor allem: Wie viele (und welche) gegnerischen Figuren muss das Wildschwein in Variante A schlagen, um zu gewinnen?
Ich lese Regel 5 "Wenn ein Spieler seine Figur auf ein Feld setzt, auf dem bereits eine gegnerische Figur
steht, hat er die gegnerische Figur gefangen und das Spiel gewonnen." so, dass das Wildschwein nur eine Figur schlagen muss, um zu gewinnen.
Die weiteren Fragen bezüglich Remis durch Patt (oder 50-Züge-Regel) befinden sich intern noch in der Klärung, bitte etwas Geduld aufgrund der momentanen Urlaubstage; auch die Anfangsstellung der Figuren wird noch geklärt.
Die Antworten zu diesen Fragen finden sich nun unter dem 17. Januar 2019.
Ok, danke.
Nochmal zur Sicherheit: In der Beschreibung von Variante B wird gefragt, ob weiß schwarz auf dem Zielfeld mattsetzen kann. In der Aufgabenstellung jedoch wird gefragt, ob weiß dies erzwingen kann.
Erzwingen würde ich so verstehen, dass es nötig ist, dass weiß es schafft schwarz auf dem Zielfeld mattzusetzen, unabhängig davon, was schwarz tut. (und dies in der Ausgabe durch vollständige Fallunterscheidung oder ein Gegenbeispiel nachzuweisen)
Andernfalls wäre es meinem Verständnis nach nur nötig, zu zeigen, dass ein Matt auf dem Zielfeld möglich ist (z.B. in dem eine entsprechende Stellung ausgegeben wird).
Aufgabenstellung in Aufgabe 3, Variante A:
Schreibe ein Programm, das für eine gegebene Stellung der Figuren und ein gegebenes Zielfeld
feststellt, ob der Spieler, der den Jäger hat, erzwingen kann, dass er das Wildschwein auf dem
Zielfeld fängt.
Meinem Verständnis nach ist es unmöglich, dies zu erzwingen.
Um das Wildschwein zu fangen, muss der Jäger mit seinen Figuren alle Felder, auf die das Wildschwein kann, bedrohen, so dass dieses auf ein Feld muss, auf dem es im nächsten Zug gefangen werden kann. Gleichzeitig darf das Wildschwein bei diesem Zug keine Figur des Jägers schlagen können (sonst hätte es gewonnen)
Allerdings kann der Jäger doch nicht beeinflussen, auf welches der möglichen Felder das Wildschwein geht, auf dem er es im nächsten Zug schlagen kann. Er kann also nicht erzwingen, dass das Wildschwein auf dem Zielfeld gefangen wird. Somit wäre die Lösung für die Aufgabenstellung immer nein, eine entsprechende Begründung würde reichen. Könnte es sein, das hier ein Fehler in der Aufgabenstellung liegt?
Vielen Dank für die weiteren Überlegungen. Die noch offenen Fragen befinden sich noch in der internen Klärung und werden baldmöglichst beantwortet werden.
Zu den weiteren Überlegungen gibt es jetzt Antworten vom 17. Januar 2019, siehe unten.
Merlin Mendel said:Allerdings kann der Jäger doch nicht beeinflussen, auf welches der möglichen Felder das Wildschwein geht, auf dem er es im nächsten Zug schlagen kann. Er kann also nicht erzwingen, dass das Wildschwein auf dem Zielfeld gefangen wird. Somit wäre die Lösung für die Aufgabenstellung immer nein, eine entsprechende Begründung würde reichen. Könnte es sein, das hier ein Fehler in der Aufgabenstellung liegt?
Es scheint als sollte Aufgabe 3A eine andere Formulierung von Variante B sein, um die Aufgabe den nicht-so-Schach-Begeisterten zugänglicher zu machen. Die in Variante A erläuterten Regeln sind die selben wie in einem Schachspiel mit nur zwei Königen und drei Springern. Doch ähnlich wie Merlin Mendel es dargelegt hat, scheint es dass die Gewinnregeln (unabsichtlich?) geändert wurden.
In Teil A, macht es den Eindruck als wäre ein "Patt", ein Sieg für den Jäger, da wenn das Wildschwein keine "un- bedrohten" Felder um sich hat, ist es gezwungen im nächstem Zug auf ein Feld zu ziehen, in dem es gefangen wird. In diesem Szenario ist es nur möglich das Wildschwein durch Zufall zu fangen, wenn es auf das "Zielfeld" zieht.
Wenn wir diese Regelung jedoch mit den Schach Regeln vergleichen, und du das Wildschwein einkreist, ohne es direkt zu bedrohen, so hättest du in Variante B, den Gegner Patt gesetzt. Das Problem scheint zu sein, dass das Spiel in Variante A, mit einem Zug des Wildscheins endet, und in Variante B, mit einem Zug von Weiß. Dies führt dazu, dass in Variante A, der Jäger mit einem Patt gewinnen kann, falls das Wildschwein im letzten Zug auf das "Zielfeld" zieht. Jedoch gibt es den selben Effekt auch bei einem "Schachmatt" wenn das Wildschwein bedroht und "umkreist" ist, da es immer noch auf einem anderen Feld gefangen werden kann, als auf dem Zielfeld.
Meiner Meinung nach müsste man für diesen Fall die Regelung von Variante A, den Schach Regeln besser anpassen. (Falls dies tatsächlich die Intention der Fragen Steller war.) All dies war jedoch nicht mein origineller Grund zu posten, sondern meine eigenen Fragen zu der Aufgabe...: (Es tut mir Leid für die lange Antwort.)
Der zweite Teil von Variante B fragt nach allen Feldern auf den Matt gesetzt werden kann, wenn zu Anfangs beide Farben auf gegenüberliegenden Seiten des Spielfeldes anfangen. Gibt es hier nun eine Regelung oder eine genauere Erklärung in der originellen Formulierung des Schachproblems, über wie die Figuren genau aufgestellt werden, oder sollen die Figuren zufällig (natürlich an gegenüberliegenden Seiten) positioniert werden?
Da es diesen Teil der Aufgabe in Variante A nicht gibt, und man gebeten wird alle Teile einer Aufgabe zu lösen, wird man nun in der Wertung bestraft, falls man Variante B wählt, jedoch zu dieser letzten Teil Aufgabe keine solide Lösung präsentieren kann?
Felix Lad said:
Der zweite Teil von Variante B fragt nach allen Feldern auf den Matt gesetzt werden kann, wenn zu Anfangs beide Farben auf gegenüberliegenden Seiten des Spielfeldes anfangen. Gibt es hier nun eine Regelung oder eine genauere Erklärung in der originellen Formulierung des Schachproblems, über wie die Figuren genau aufgestellt werden, oder sollen die Figuren zufällig (natürlich an gegenüberliegenden Seiten) positioniert werden?Da es diesen Teil der Aufgabe in Variante A nicht gibt, und man gebeten wird alle Teile einer Aufgabe zu lösen, wird man nun in der Wertung bestraft, falls man Variante B wählt, jedoch zu dieser letzten Teil Aufgabe keine solide Lösung präsentieren kann?
Zur ersten Frage: Diese Frage hatte ich auch schon gestellt, laut Mario Albrecht wirddiese noch geklärt.
Zur zweiten Frage: Da die Aufgabenstellung hierzu sagt "Zudem ist folgendes Schachproblem zu lösen", denke ich, dass für eine vollständige Lösung mit voller Punktzahl eine Lösung für diese Fragestellung erforderlich wäre.
Im Zusammenhang damit habe ich auch noch eine Frage: Soll die Lösung für dieses Problem vom Programm ebenfalls ausgegeben werden, oder reicht es, sie in der Dokumentation zu klären?
Vielen Dank für die weitere Diskussion, einige Punkte sind leider intern weiterhin noch in der Abklärung.
> Da die Aufgabenstellung hierzu sagt "Zudem ist folgendes Schachproblem zu lösen",
> denke ich, dass für eine vollständige Lösung mit voller Punktzahl eine Lösung für diese
> Fragestellung erforderlich wäre.
Ja.
> Im Zusammenhang damit habe ich auch noch eine Frage:
> Soll die Lösung für dieses Problem vom Programm ebenfalls
> ausgegeben werden, oder reicht es, sie in der Dokumentation zu klären?
Die Lösung soll durch das Programm berechnet werden.
> Der zweite Teil von Variante B fragt nach allen Feldern auf den Matt gesetzt werden kann,
> wenn zu Anfangs beide Farben auf gegenüberliegenden Seiten des Spielfeldes anfangen.
> Gibt es hier nun eine Regelung oder eine genauere Erklärung in der originellen Formulierung
> des Schachproblems, über wie die Figuren genau aufgestellt werden, oder sollen die Figuren
> zufällig (natürlich an gegenüberliegenden Seiten) positioniert werden?
Alle möglichen Positionen der Figuren in der obersten bzw. untersten Reihe sind für Anfangsstellungen zu berücksichtigen, z.B. für den schwarzen König alle 8 möglichen Felder in der obersten Reihe. Die Frage ist dann für jede Anfangsstellung, für welche Felder des gesamten Schachbretts Weiß erzwingen kann, dass der schwarze König genau dort matt gesetzt wird.
Hinsicht der Fragen zur Variante B bezüglich Remis z.B. durch Patt (oder 50-Züge-Regel) sind alle offiziellen Schachregeln erlaubt, auch wenn sie nicht in der Aufgabenstellung der Variante B explizit genannt sind.
Die Verwendung zusätzlicher Schachregeln ist jedoch näher zu erläutern und zu begründen.
Natürlich sind endlos berechnete Zugfolgen (sollten sie vorkommen) auch irgendwann einmal abzubrechen, was jedoch nicht zwingend durch die 50-Züge-Regel passieren muss, die sowieso eher für vollständige Partien gilt, die von Anfang an gespielt werden.
Variante A und B unterscheiden sich bewusst im Detail, z.B. bei der Gewinnregel.
Uns ist bekannt, was u.a. auch bereits in der Wikipedia steht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elementare_Mattf%C3%BChrung
https://de.wikipedia.org/wiki/Springerendspiel
> Allerdings kann der Jäger doch nicht beeinflussen,
> auf welches der möglichen Felder das Wildschwein geht,
> auf dem er es im nächsten Zug schlagen kann.
> Er kann also nicht erzwingen, dass das Wildschwein auf dem Zielfeld gefangen wird.
Zu dieser Bemerkung gehört wohl auch die notwendige Überlegung, wie viele mögliche Felder das Wildschwein
jeweils um sich hat.