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Ich hab eine Frage zu der Sache mit dem Zielfeld, auf dem das Matt erzwugen werden soll:
Wie muss man sich das vorstellen? Kennt der Schwarze dieses Feld auch und spielt nur gegen das Matt auf diesem einen Feld, während ihm das Matt auf allen anderen Feldern "egal" ist? Und wenn nicht, wie ist die Bedingung mit dem Zielfeld dann gemeint?
Weiß soll "allmächtig" sein und Schwarz zum Matt genau auf dem vorgegebenen Zielfeld zwingen können, egal was Schwarz dagegen zu machen versucht. Man sollte aber hierbei annehmen, dass dieses Zielfeld Schwarz nicht bekannt ist. Wie üblich im Schach will Schwarz nicht verlieren, egal auf welchem Feld Schwarz Matt gesetzt wird.
Mario Albrecht said:
> Allerdings kann der Jäger doch nicht beeinflussen,
> auf welches der möglichen Felder das Wildschwein geht,
> auf dem er es im nächsten Zug schlagen kann.
> Er kann also nicht erzwingen, dass das Wildschwein auf dem Zielfeld gefangen wird.Zu dieser Bemerkung gehört wohl auch die notwendige Überlegung, wie viele mögliche Felder das Wildschwein
jeweils um sich hat.
Selbst wenn das Wildschwein in der Ecke steht, wo es die wenigsten Felder um sich hat, sind das immer noch 3 Felder. Ich verstehe also nicht, inwiefern das dieses Problem beeinflussen soll - es sei denn die Aufgabenstellung ist mit Absicht so. Ich hätte damit kein Problem, glaube aber nicht, das die Aufgabenstellung tatsächlich so einfach sein soll
Vielen Dank, jetzt ist das Problem klar, darüber müssen wir intern umgehend nachdenken, ich melde mich wieder.
Das Problem wurde nun durch ein Update der Aufgabenstellung gelöst, s.u., nochmals vielen Dank für die Hinweise.
ACHTUNG:
Es gibt ein wichtiges Update zum Inhalt der Aufgabe 3, Variante A;
bitte unbedingt beachten und die aktuelle Aufgabenstellung herunterladen:
https://bwinf.de/fileadmin/user_upload/BwInf/2018/37/2._Runde/Aufgaben/aufgaben372.pdf
WICHTIG:
Die zu bearbeitenden Beispieldaten und weitere wichtige Informationen sind nun publiziert:
https://bwinf.de/bundeswettbewerb/37/2-runde/material-372/
Die Anzahl der Züge sollte natürlich - soweit möglich - in einem sinnvollen Rahmen bleiben, aber es müssen nicht möglichst wenige Züge gemacht werden, sondern der eine Spieler soll gegen den anderen Spieler mit dem Wildschein bzw. mit dem schwarzen König unter Beachtung des jeweils gegebenen Zielfeldes gewinnen.
Nein, diese Konstellation, für die Regel 6. gilt, fällt nicht unter eine aktuelle Bedrohung durch Gefangennahme. Im Schach würde dieser Konstellation ein Patt, d.h. Remis ohne Gewinn entsprechen.
Ja, direkt nach der Bedrohung durch Gefangennahme aufgrund des Zuges eines der Spieler und somit vor dem nächsten Zug desselben Spielers findet ein Zug des gegnerischen Spielers statt, um der Gefangennahme eventuell noch zu entkommen.
Mario Albrecht said:
Nein, diese Konstellation, für die Regel 6. gilt, fällt nicht unter eine aktuelle Bedrohung durch Gefangennahme. Im Schach würde dieser Konstellation ein Patt, d.h. Remis ohne Gewinn entsprechen.
Also ist wie in Variante B nach einem Matt auf dem Zielfeld gefragt?
1. Wenn das Wildschwein "Matt" gesetzt wurde, aber durch seinen letzten Zug noch einen Jagdhund/Jäger schlagen (und so gewinnen kann), gilt dies trotzdem als Lösung für die Aufgabenstellung?
2. Sollen der letzte Zug des Wildschweins und dessen Gefangennahme mit ausgegeben werden?
> Also ist wie in Variante B nach einem Matt auf dem Zielfeld gefragt?
Ja, in Variante A ist nun wie in Variante B sozusagen nach einem "Matt" auf dem Zielfeld gefragt.
> Wenn das Wildschwein "Matt" gesetzt wurde,
> aber durch seinen letzten Zug noch einen Jagdhund/Jäger schlagen
> (und so gewinnen kann), gilt dies trotzdem als Lösung für die Aufgabenstellung?
Ja, dies ist eine gültige Lösung, ggf. etwas anders als bei der Schach-Variante B.
> Sollen der letzte Zug des Wildschweins und dessen Gefangennahme mit ausgegeben werden?
Alle Züge von allen Figuren sollen ausgegeben werden.
Mario Albrecht said:
> Also ist wie in Variante B nach einem Matt auf dem Zielfeld gefragt?
Ja, in Variante A ist nun wie in Variante B sozusagen nach einem "Matt" auf dem Zielfeld gefragt.
> Wenn das Wildschwein "Matt" gesetzt wurde,
> aber durch seinen letzten Zug noch einen Jagdhund/Jäger schlagen
> (und so gewinnen kann), gilt dies trotzdem als Lösung für die Aufgabenstellung?Ja, dies ist eine gültige Lösung, ggf. etwas anders als bei der Schach-Variante B.
Gilt dasselbe für das angefügte Problem mit den Figuren in der untersten und oberen Reihe?
Damit würde sich Variante A nicht mehr von Variante B unterscheiden.
Mario Albrecht said:
Ja, so verbleiben fast keine Unterschiede zwischen den Varianten A und B, so war es auch von Anfang an gedacht.
Also ist auch im Problem mit der oberen und unteren Reihe nur nach dem Matt gefragt, auch wenn das Wildschwein danach noch gewinnen kann? In der Aufgabenstellung steht "und dadurch gewinnt" (bei der 1.Teilaufgabe) bzw. "und gewinnt" (bei der 2.Teilaufgabe mit den Figuren in oberer und unterer Reihe), und mir ist nicht ganz klar, ob dass "ja" das Fehlen von Unterschieden oder die Frage meint. Würde das Wildschwein nach dem Matt durch seinen letzten Zug gewinnen können, so würde der Jäger nicht gewinnen.
Sollte die vorgegebene Stellung aus den Eingabedaten so sein, dass die Figuren in oberer bzw. unterer Reihe stehen, die Stellung also im zusätzlichen "Schach"problem enthalten sein, darf dann die Lösung der Stellung mit Verweis auf die 2.Teilaufgabe und deren Lösung weggelassen werden?
Außerdem: Zuvor wurde gesagt, dass auch der letzte Zug des Wildschweins noch ausgegeben werden soll. Es gibt ja aber immer mehrere Varianten. Ist es dann egal für welchen Zug sich das Programm entscheidet? Soll dies zufällig geschehen oder kann dem Programm ein bestimmter Zug einprogrammiert werden? Vor allem: Wenn das Wildschwein mit dem letzten Zug gewinnen kann, soll sich das Programm dann für diesen Zug entscheiden, oder ist das dem Wildschwein "egal"?
Tut mir leid, dass es so viele Fragen sind.
> Also ist auch im Problem mit der oberen und unteren Reihe nur nach dem Matt gefragt,
> auch wenn das Wildschwein danach noch gewinnen kann?
Ja, hier ist nach dem "Schachmatt" gefragt, so dass der Spieler mit dem Jäger gewinnt.
"Schach" bedeutet die Drohung der Gefangennahme, "Matt" bedeutet die direkt anschließende Gefangennahme mit Gewinn des Spiels.
> Sollte die vorgegebene Stellung aus den Eingabedaten so sein...
Sind die Eingabedaten denn überhaupt so? Falls doch, so darf nichts weggelassen werden, auch wenn hierdurch etwas mehr oder sogar doppelte Arbeit notwendig werden sollte.
> Außerdem ... Wildschwein ...
Das Wildschwein will immer gewinnen, es ist ein ernstzunehmender Gegner und weiß vom Zielfeld nichts.
Was die Züge angeht, so denke ich, dass man eine sinnvolle Lösung selbst finden kann, u.a. gemäß des BwInf-Dreisprungs:
Alles, was in der Aufgabenstellung nicht genau festgelegt ist, kann man selbst entscheiden - nach genauer Überlegung und mit Begründung: überlegen - entscheiden - begründen (und alles dokumentieren).
Bei Unklarheiten oder Fragen sollte man also zunächst seinen gesunden Menschenverstand anwenden. Mit dem BwInf-Dreisprung kann man nie viel falsch machen. Durch die jeweilige Entscheidung sollte die Aufgabe natürlich weder trivial noch unnötig kompliziert werden.
Mario Albrecht said:
Alle möglichen Positionen der Figuren in der obersten bzw. untersten Reihe sind für Anfangsstellungen zu berücksichtigen, z.B. für den schwarzen König alle 8 möglichen Felder in der obersten Reihe. Die Frage ist dann für jede Anfangsstellung, für welche Felder des gesamten Schachbretts Weiß erzwingen kann, dass der schwarze König genau dort matt gesetzt wird.
Noch eine Frage zu dem letzten Teil der Aufgabe: die Anzahl der Anfangsstellungen ist 8*8*7*6*5/6 = 2240. Zu jeder dieser Stellungen soll nun ermittelt werden auf welchen Feldern Matt erzwungen werden kann. Dazu müsste man den Basis-Algorithmus zwischen 10^4 und 10^5 mal anwenden. Wie soll diese Menge an Ausgabedateien eingesendet werden? Würde zu diesem Teil der Aufgabe eine Ja/Nein Antwort, für jedes Feld, genügen?
Eventuell ist die Zahl der Felder, auf denen Matt erzwungen werden kann, relativ gering; vielleicht sind die jeweiligen Felder sogar dieselben Felder für mehrere Anfangsstellungen und/oder symmetrisch angeordnet etc. So wird die Menge an Ergebnisdaten handhabbar, da sie wahrscheinlich u.a. Wiederholungen und Symmetrien beinhaltet, die man zur Datenverdichtung nützen kann. Die Aufgabenstellung interessiert sich vornehmlich auch nur für die Felder, auf denen Matt erzwungen werden kann, nicht für die anderen Felder. Natürlich ist es auch in Ordnung, etwas weniger Daten als bei den fünf vorgegebenen Beispielen anzugeben, wenn der gesamte Datensatz ansonsten viel zu groß wird. Die restlichen Daten kann man dann ausnahmsweise nur elektronisch zur Verfügung stellen, aber die Dokumentation sollte unter diese Umständen trotzdem eine nachvollziehbare, zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse enthalten, nicht nur einen Verweis auf die elektronischen Daten.