Köpfe

Elif Bilge Kavun

Elif Kavun ist 25 Jahre alt, und Doktorandin am Lehr­stuhl für Ein­ge­bet­te­te Si­cher­heit an der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bo­chum. Sie hat ihren Master in Kryptographie an der Universität Ankara gemacht und dafür mehrere Preise gewonnen.
(Stand 20. Mär. 2012)

„Ich empfehle Jugendlichen, Informatik zu studieren, da es ein aufregendes und sich immer weiter entwickelndes Arbeitsfeld ist mit vielen Möglichkeiten.“

Was waren Ihre ersten (aktiven) Erfahrungen mit Informatik?

Die Informatikkurse, die ich an der Universität belegt hatte, waren meine erste Begegnung mit dem Fach. Vorher bestand mein Verhältnis zu Computern hauptsächlich aus Schulprojekten und dem persönlichen Gebrauch. Als ich in Einführungskursen an der Uni gewissermaßen hinter die Kulissen von Computern blicken konnte, wollte ich stärker im Bereich der Informatik involviert sein.

Haben bzw. hatten Sie ein „Informatik-Vorbild“ - wenn ja, wen und warum?

Ich hatte nie ein spezielles Vorbild, aber alle Erfolgsgeschichten in der Informatik haben mich stets stark motiviert. Ich habe mich selbst motiviert, weil ich Teil von erfolgreichen Projekten sein wollte.

Was interessiert Sie an Informatik besonders?

Informatik ist ein spannendes Fach! Da es immer wieder verfeinert wird, kann man Entwicklungen und Meilensteine der Informatik selbst verfolgen. Das ist in anderen Fächern nicht so gut möglich.

In welcher Form beschäftigen Sie sich auch in der Freizeit mit Informatik?

Ehrlich gesagt, versuche ich in meiner Freizeit so viel wie möglich vom Computer fernzuhalten, da ich viele Stunden vor dem Computer verbringe, wenn ich arbeite. Das hält mich natürlich nicht davon ab, Texte über Informatik zu lesen, und weitere Informatikthemen zu recherchieren. Zusätzlich verwende ich das Internet mit dem selben Eifer wie viele andere auch.

Welche Hobbies haben Sie sonst noch?

Ich habe schon seit vielen Jahren Gitarre gespielt, und habe generell ein Interesse an Musik. Zusätzlich habe ich viele verschiedene Sportarten ausgeübt, wie Schwimmen, Basketball, Karate oder das Bogenschießen. Ich mag auch Lateinamerikanische Tänze. Ich habe einige Kurse im Latein-Tanz genommen und gehe immer noch ab und zu tanzen. Ich bin auch an Kino und Theater interessiert, und genieße es, Filme und Theaterstücke in meiner Freizeit zu sehen.

Welche Informatik-Systeme bzw. -Werkzeuge (Software, Kommunikationsgeräte,...) nutzen Sie derzeit?

Ich verwende üblicherweise Software, die auf meine Arbeit zugeschnitten ist, wie Werkzeuge für die Simulation, Synthese und Modellierung. Um sie auszuführen, verwende ich einen Laptop oder PC, die stark genug dafür sind. Außerdem verwende ich üblicherweise meinen Laptop auf Dienstreisen. Zusätzlich verwende ich ein Smartphone, welches in der Lage ist, viele Programme auszuführen und sogar Code zu kompilieren. :)

Was war Ihr größtes Informatik-Erfolgserlebnis?

Als ich zwei Preise für die „These des Jahres“ für meine Masterarbeit gewann. Das war mein erster Erfolg im Bereich der Informatik.

Was bedeutet Informatik für Sie?

Für mich ist die Informatik ein Arbeitsgebiet, in dem man die praktischen Aspekte der Forschung sehen kann. Das macht es aufregend und motiviert zudem, weiterzuarbeiten.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders? Was würden Sie verbessern?

Ich genieße meinen Beruf besonders dann, wenn ich ein Projekt erfolgreich zuende geführt habe. Nach langen Stunden des Codens, des Gestaltens von Simulationen oder eines erfolgreichen Designs lässt das Gefühl des Erfolgs einen alles vergessen. Ich würde allerdings liebend gerne weniger Stunden vor meinem Computer verbringen, um meine Augen zu schonen, wenn das möglich wäre. :)

Nennen Sie uns bitte drei wichtige Voraussetzungen für Ihren Beruf.

Zunächst einmal sollte man ein Interesse an Computern haben. Wenn man mehr über die Prozesse, die hinter ihnen stecken, wissen will, hat man damit aber schon eine erste Motivation. Dann sollte man auch gerne arbeiten, und zwar hart arbeiten. Und schließlich ist da auch noch die Geduld, denn man ist manchmal Stunden damit beschäftigt, einen Bug zu finden oder das Design funktionsfähig zu machen. Aber wenn man einmal damit fertig ist, ist das Gefühl immer toll.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Ich habe vor, an der Uni zu bleiben; ich bin stärker an akademischer Forschung interessiert als daran, in der Industrie zu arbeiten. Da ich allerdings schon Erfahrungen mit Projekten aus der Wirtschaft habe, werde ich wahrscheinlich auch weiterhin in Berührung mit der Wirtschaft bleiben, damit meine Designs den Praxisbezug nicht verlieren.

Zuletzt: haben Sie einen Tipp für Jugendliche, die sich für ein Studium oder eine Ausbildung im Bereich Informatik interessieren?

Ich empfehle Jugendlichen, Informatik zu studieren, da es ein aufregendes und sich immer weiter entwickelndes Arbeitsfeld ist mit vielen Möglichkeiten. Gerade für Mädchen ist es sehr spannend. Zudem ist es nicht so, als ob man nur tagein, tagaus vor dem Computer sitzt und codet. Man hat außerdem oft die Möglichkeit, zu verreisen. Wenn man an der Uni bleibt, reist man oft zu Konferenzen, und je nachdem, wo man in der Wirtschaft arbeitet, hat man oft die selben Möglichkeiten.

 

Kontakt

Lehr­stuhl für Ein­ge­bet­te­te Si­cher­heit

Fa­kul­tät für Elek­tro­tech­nik und In­for­ma­ti­ons­tech­nik Ruhr-Uni­ver­si­tät Bo­chum

Uni­ver­si­täts­str. 150

D-44801 Bo­chum

E-Mail-Adresse

 

 

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